B. Geräth. Strafwerkzeuge u. s. w. (1500 — 1600).
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Aufgiessen, siedend«*; Oei, geschmolzenes Blei u. a. m. Ausser-o- kamen hie und da, vereinzelter, in Anwendung: Das „Marterholzt olterross“ {Ugnum tortorium, equuelm, ccuelus), bereits bei denv ° mem gebräuchlich, ein scharfkantiger Bock, darauf der Angeklagte in, -^ter Stellung, auch wohl an den Füssen beschwert, festgeschnürtzuw eilen überdies mit Zangen gezwickt wurde; der „eiserne Hand-111,1 , eine innerhalb mit Stacheln versehene Handklemme: die „nom-“Che Mütze“, mehrere scharfkantig ausgefeiltc Ketten, um in ver-fcst ° nCn Wj,HllI 11 S CI1 um Kopf und Stirn angelegt und mit Knebelwerk<'hef CZ0 ^ Cn ZU wcrc ^ cn i c,cr „lüneburger Stu'hl", ein Stuhl mit Sta-. n ’ ^ ai 'auf sieh der Inquisit setzen musste; die „Strickfolter" (re-a tornientoritm ), ein Strick, mit welchem beide Hände auf dem Bückeng ^ arninen gebunden und so der zugleich an den Füssen mit Gewichtender VCr ^ astete 111 die Höhe gezogen ward; die „spanischeKappe",Bnisehe Mantel", die „englische Jungfrau" u. a., sämmt-niit l ' er Hänge nach, zu öffnende eiserne Gehäuse in Gestalt einero, S ,0 ckenfönnigein Mantel bekleideten Frau, im Innern durchweg mitst 6 n ^ C8etzt > 80 dass 81(1,1 der darin Eingeschlossenc nicht im gering-es ^ ' lewc gcn konnte, ohne sich überall zu verletzen. Zu allendem gabdie ' ^ ese ^ en von noch mancherlei nicht minder barbarischen Erfindungen,ehr aU ^ auc,lte n, doch ohne Bestand zu gewinnen, zu gelinderer und ent-e, 1 derZüchtigung, verschiedene Kopfüberdeckungen zumeist vonf nem Reifenwerk, darunter einzelne von der Form eines Thier- odersiieht' ail dere, wie denn namentlich solche, die zur Strafe schmäh-
Ver '@ er Weiber dienten, am Mundstück mit einer Trompete oder Pfeifeb nA 11 ’ und die sogenannte „Birne“, ein birnenförmiges Instrument,
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ei no p 111 den Mund gesteckt zu werden, das durch den Druck aufhiihl e .f l llle hrtheilig weit auseinander sprang, so dass es die Mund-Völlig füllte und nicht ohne einen künstlichen Schlüssel entfernt, 11 sonnte.
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Hcsond 1111 r 1 c h t u n g geschah seit Alters, je nach Umständen unterErt r ? n Nebenformen, durch Enthaupten, Hängen, Rädern,Und Pf- Gn lm d Verbrennen, seltner durch Lebendigbegrabendas j( j ^len, Viertheilen, Sieden in Oei, Wasser u. s. w., durchdas 'g lrc h die Spiesse laufen" und Erschiessen; letzteres, undbei s 0 ,; csslau fen“, wobei der Verurtheilte erstochen ward, fast lediglichkötnjju. f tetl llnd Kriegsgefangenen. Die Enthauptung wurde in her-2 °?en ,C j^ r ^ Clse durch das Schwert, das Hand- und Fallbeil voll-«iglich . as Schwert unterlag gesetzlichen Bestimmungen, war gemei-^eiU ( Z ! Cnilic h breit, zweischneidig, mit abgerundeter Spitze und star-^chn, ere eiS . t ZWe >händigem Griff; das Handbeil hatte, bei beträchtlicher>- e mc breitausladende Klinge mit leicht abgeschrägter Schneide,