Geschichtliche Uebersicht.
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jeglicher Freiheit einer Säbelherrschaft unterlag. Ja gegenüber seinerFestigkeit und seinem unausgesetzten Glücke, welches ihn selbst vor den'Fn umschleichenden Gefahren der Gegenpartei bewahrte, verlor mans >ch in dem Grade bis zur Unterthänigkeit, dass man ihm, kurz vorseinem Tode (1658), den Königstitel antrug. Jedoch mit seinem Ab-leben schwand auch aus seinem Hause die Kraft. Als dann RichardCromtvell selber in Erkenntnis seiner Unfähigkeit seine Würde baldhiederlegte, und das Reich sich nun nach zweijähriger abermaliger Zer-rüttung gleichsam in sich erschöpft hatte, da endlich (um 1660) schlugdie Stunde für Karl II. sich ohne einige Gefahr als königlicher Erbe
"juelden zu lassen, was General Monk, Statthalter von Schottland , nachf?e origer Vorbereitung mit gewünschtem Erfolge that. —
Eine so tieferregende, lehrreiche Entfaltung der Dinge musste denn*° hl ai 'f das Leben überhaupt vielseitig gestaltend zurückwirken. Dieü| der der Herrschaft Elisabeths zu einer durchgängigeren Einheitlichkeitgefestigten Formen wurden gelockert, und durch die sich immer schärferziehende Trennung der kömglichen Obergewalt von dem Volksthumeengeren Sinne zunehmend bedingt, sich je besonders fortzubilden.
Etas Königsthum und was zu ihm hielt, indem es die äussereeiranke im absolutistischen Sinne fester zog, überliess sich, ohne Rück-S ! cht a uf das Gemeinwesen, einer nur seiner würdig erscheinenden,e ] gens geschaffenen Lebensart. Ueberzcugt von einem göttlichen Rechte® sc hränkter Herrschermacht, galt den Stuarts, auch was sie vollzogen,8 Jas einzig Richtige, unantastbar Angemessene. So aber nur ihrenschauungen, ihren Wünschen und Neigungen folgend, blieb ihr Ver-/ en auch für den Kreis, welcher sich um sie bewegte, wenn schon^ We ’ter entfernt um so schwächer, immerhin im Ganzen maassgeblich.er Prunk, der Glanz des Königthums mit dem ihm einmal angelebtenUioniellen E° n uengepränge und seinen weitgreifenden Forderungenam ^ * n rasc ^ wac hsendem Grade zu. Und gleichwie sich der Aufwand^°ie in Erweiterung des Hofstaats, in Vermehrung und Abwechselung^ stets kostbareren Lustbarkeiten, wie nicht minder in Beschaffung allerssendinge steigerte, fand derselbe in jenen Kreisen verhältnissmässigacl) ahmung.
Var ^ 6r a " C ^ ^ er we ' te Kreis des reicher begüterten Bürgerthumsjj w ‘ e eich unter Elisabeth die Zustände herausbildeten, dem Ver-Y des Hofs näher gerückt. Wenn schon bei dem in der britischenVVe it s ^ümlichkeit begründeten, zähen Festhalten an dem Herkommen,Zn .. en ^ ern t an die einmal gewohnte, schroffere Sonderung der StäncTegern^ ren ’ Sic i* doch zwischen ihm und den Vornehmen im All-
eine 6,0611 Einsichtlich der Lebensart, der eigentlichen Aeusserungsform,e Ausgleichung mindestens angebahnt. Immerhin war, als Jakob I. y