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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Geschichtliche llebersicht.

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a "s$erster Uebertreibung. Doch war nun hiermit in dieser Richtung auchallerdings der Gipfel erreicht. Und wie Cronnvell, da er ihn einnahm,les w °hl fühlend, selber einlenkte, nun auch jede Form duldete, und®°gar sein eigenes Hauswesen weit inehr seiner Kangstellung entsprechendenn puritanistisch bestellen liess, bewegten sich alle diese Formen, jetztVj* ter zunehmender Abschwächung der starr-puritanischen, in seltsamerMischung nebeneinander, sich dann auch, wie namentlich in der Vcrwir-run g bis zur Ankunft Karls II. , gegenseitig mehr ausgleichend.

Dass bei Allendem Handel und Gewerb thätig keit nicht eigent-101 litten, ja Während der elfjährigen Alleinherrschaft Karls I. sogarer leblich stiegen, der allgemeine Wohlstand mithin kaum beeinträchtigtWai 'd, kam solcher Ausgleichung zu Gute; noch mehr aber die FörderungReiche beides sammt der Seemacht durch dieNavigationsacte (1G51),urch die nun rasch wachsenden Niederlassungen in Nordamerika undsündien, als auch durch die Besitznahme Jamaikas , Mardyks und"nkerkens (1657) erfuhr. Auch dio Entfaltung der Wissenschaftu " das Ihrige dazu bei, obsebon sie sich von der heftigen Bewegung der'"'ander bekämpfenden Leidenschaften weniger frei zu erhalten vermochte.

e indessen fand von vornherein im Königsthum selber eine Stütze;ü "d wenn so allerdings von ihm auch wohl einseitiger gelenkt, doch auchjjCderum >" der Reibung der vielfach abweichenden Anschauungen,Innungen und Urthcile, ein nur um so ausgedehnteres, freieres Gebiet' stständiger Prüfung. Neben der Erforschung des Alterthums, der^('*))ieilte und der Natur, vorzugsweise der Feststellung des Staats- undkerrechts zugewandt, trat sie, wie durch Milton ebenso eingehend,r die Freiheit im häuslichen, kirchlichen und staatlichen Verhalten auf,1 allen Richtungen um tiefere Begründung und Förderung sittlichera 'rlieit bemüht. Wenn demgegenüber die bildenden Künste^° Cl immer ziemlich zurückblieben, so fehlte es doch auch jetzt dafürjj 6 er a " Sinn noch an Strebsamkeit. Ausserdem dass man den eignena " ge l vornämlich in der Malerei durch ausgezeichnete fremde Kräfte, nun-^ e lr i ähnlich wie einst durch Ilolbein, durch Anton van Dyck u. A. ersetzte,e gannen sich in diesem Fache auch schon nicht unbedeutende heimischea te i wie William Dobson und George Jamesone , hervorzuthun.j, aSS "k' 1 die Baukunst in zähem Festhalten an den altherkömmlichen1111011 s ' c h im Ganzen erst sehr spät zu einer Umwandlung im SinneCic»? 111 ^ 010 " Renaissance verstand, und hiernach bald in Jnigo Jones

(1572-

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-1652)

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Geiste des Palladio trefflich geschulten Meister

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^ vor einer Nachahmung der allzu ar0 verknüpften Künst-

licher sich gerade diese Kunst und d.e danut en D ei

2We 'ge auf festländischem Boden verloren.