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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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Geschichtliche Uebersiclit.

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k°sei \ orgelicjjj zu können. Die Aufstände wurden bedrohlicher, die Tür -, Cn unt erstützten sie. Nun aber beachtete man auch nicht mehr die Aner-^'een, w elche Leopold machte, sondern iiberliess sich durchaus der sieg-le en Führung Tökölis , stellte selbst seine Forderungen, und trat inn offnes Bündniss mit der Pforte, welche alsbald ganz Ungarn besetzte,n (seit 1G82) nahezu Wien eroberte. Gelang es hierauf gleichwohleni Kaiser durch das Versprechen der Amnestie viele der Grossen zugewinnen, sowie durch Sobieski und Karl von Lothringen die TürkenJ!. entmuthigen, (1686) Ungarn theilweise zu erobern und (1687) Sieben-Sen zu besetzen, ja auch durch Prinz Eugen (seit 1697) in der glor-( <!1 ^ len Schlacht bei Zentha die Türken gänzlich aufs Haupt zu schlagen,kei ^ ^ 1 ' c ^ on zu Carlowitz (1699) einzig auf Temeswar zu beschrän-j n ^erdies Slavonien und Ungarn links der Donau und Sau zu be-hpten, e S mm zu einem Erbreiche des Habsburgischen Hauses zu raa-n i gelang ihm dennoch nicht dem Volke seine selbstständige Verfas-8 zu rauben, noch die ihm angestammte Volkstümlichkeit auch nurtisserlicli, merkbar zu beeinträchtigen.

Russland bedurfte nach der Erhebung Michael Feodoroicitschaus lanov ' s (16131646) vor allem der Mässigung dieses Fürsten , umeich ^ e *® nen Wirrnissen nur erst wieder zu sich selber zu kommen,U e . Zeitlich zu gestalten. Michael's friedliebende so wie tatkräftige^gierung kam dein sowohl durch Befestigung nach Aussen, als auchHebung des Wohlstands und Handels höchst förderlich entgegen,eiding s nicht ohne Opfer, die er Schweden und Polen bringen musste.c essen, ausser den Berührungen mit diesen Staaten, welche einflusslosr 'efen, blieben Reich und Volk, mithin auch in seiner Fortgesftiltung,sentlich auf sich verwiesen. Auch änderte sich in diesem Punkte, zu-Fol za ^ ien Festhalten an dem herkömmlichen Brauche, in der

Ij. n "r sehr w r enig. Wie sich auch Alexei I. (oder Alexander III .;s 1676), ungeachtet der Aufstände, die er zu bekämpfen hatte, selbsten den Kriegen mit Polen und Schweden (16541656), den (seit 1672leerenden Einfällen der Ivosacken (bis 1671) und dem Kriege mit derk e ?' te (1672), eifrig angelegen sein liess Kunstflciss und Gewerbthätig-c j^ Vorz üglich durch Ausländer zu fördern, batte auch dies unter sol-w? ^^''-hinden im Ganzen nur geringen Erfolg; eben kaum schonre!ii Cr f! en als dass es hierauf im Verein mit dem gleichen noch kräftige-re. etll lihen des dem Frieden zugeneigten milden Feodors III. (bisgen ' ^ em 6S ausseic l em gelang ( s Gt 1678) die Türken zu beschwichti-gen ^ en Weg zu wahrer Gesittung bahnte. Mindestens trugen nun* Ueih 61 - ^^H^nngen um Verbesserung des Landbaues, der Stellung derpfle Clgensc,ia ft durch Abschaffung derDienststrangbücher, der Rechts-e i des Kirchengesangs, der baulichen Einrichtung der Städte, ins-