986
JII. Das Kostüm des 17. Jahrhunderts.
Kinngelenk aufwärts stieg, vermochte darauf allerdings keinen Einflussauszuiiben. Sie gestattete den Beibehalt der gesteift geradabstehendendicht gefältelten Rundkrausen (Fig. 224 ), ja liess daneben noch einenvorn geraden, halbkreisförmigen, ebenfalls wagrecht ausgespannten, ein-fachen und nur am Rande mit Spitzen besetzten Kragen entstehen. In-dessen mit dem langwallenden Haar vertrugen sich die hohen Kragennicht, wohl aber die schon seit Heinrich J1J. nebenher gebräuchlichen,kleineren zurückgeschlagenen Kragen (Fig. 222 a), welche Gestal-tung mithin sofort mm durchgängig in Anwendung kam. Jedoch weitentfernt davon, die bisherige reiche Ausstattung etwa zu Gunsten dieser
Fig. 352.
■h \a
Wfr. .
>
tr:, Ti-r
kleinen, schmucklosen Läppchen aufzugeben, folgte man ihnen haupt-sächlich nur in der Weise der Anordnung. Im Uebrigen behielt ni» nbei diesem Wechsel vereinzelt selbst die mehrfache, dichtgefältelte Rund-krause (Fig. 351 a; Fig. 355) noch bis in die dreissiger Jahre bei, wo-gegen freilich von vornherein der einfache oder, gemeiniglicher, ringsummit Spitzen verzierte Kragen, zum Theil in beträchtlieher;Vergrösserung>mit seinen bequasteten Bindebändern, weit überwiegend zur Geltung ge-langte^ (vergl. Fig. 352 ff).
^ on den üblichen Kopfbedeckungen erhielten, in Uebereinstim-mung mit der zwangloseren Behandlung des Haars, die weicheren, RacU-