Fig. 361.
A. Tracht. Frankreich . Kleidung der Männer (1670—1700). 100 5
der Hemdermel, ihrer Aufbauschung u. s. f., einen Wechsel vorzu-nehmen, als höchstens, dass man sie noch reicher mit Bänder und Spitzen-werk ausstattete {Fig. 361). Dahingegen verdrängte er, sofern er biszu den Knien reichte, mithin den Unterleib völlig bedeckte, das gefalteteSehurzröckchen bis gegen die siebziger Jahre fast gänzlich, so dassdenn die weite Kniehose („vaste rheingrave welche man beibehielt,völlig zur Erscheinung kam. Noch sonst aber ward auch der Kock anSl ch im Ganzen (ohne Taille) verengert, ausserdem meist der Längena eh, so wie auch besonders auf den Nähten, mit schmäleren oder brei-teren, oft reich gestickten Streifen be-setzt, bisweilen vorn auf jeder Seiteunterhalb mit einer ebenso reich um-randeten Tasche versehen, und aufeiner oder beiden Schultern mit ei-nem Bündel von Bändern geschmückt.Auch pflegte man ihn gleich anfäng-lich, wiederum ganz nach soldatischerWeise, um die Hüften mit einerbreiten, langen Schärpe zu umgürten,diese weitbauschig zu verschleifen,
. und ihre mit Kanten verzierten Endenziemlich lang herabhängen zu lassen(Fig. 361).
Indessen nachdem so einmal die-ser Rock ('„justaucorps“) zu einemHauptstück geworden war, machtesich die Veränderungssucht auch vor-zugsweise an ihm geltend, selbstauch das Uebrige nun ihm unter-werfend. Noch bis gegen Ablaufder siebziger Jahre begnügte mansich allerdings nur in Einzelnheitenzu wechseln. Es äusserte sich dies,a gesehen von mannigfachen Schwankungen in der verzierenden Aus-8 attung durch Knopfwerk, Bortenbesatz u. dgl., hauptsächlich darin
dass
. . früheren Knopfröcken
man die Ermel, gleichw.e an der. f ^ ^ Armbiege
(*V 354), bis zur Mitte des Unterarms au Umschlag längs
än umschlug, und was eben jetzt erst a ® ’ oder mit breiter Tre8se
dem Rande ziemlich breit «mt Gold b 1 Oberzeug beliebte; und
««zog, auch in Stoff und Farbe and«' * auch dem Schnitte
dass man den Rock als solche *
®wh, dem Körper noch enger anpasste, dergestalt dass sieh die Ta