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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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III. Das Kostüm des 17. Jahrhunderts.

die rothe Färbung, während für die Schuhe selber als Stoffe, ausser ge-presstem farbigem Leder, bunte Seide, Sammt u. a., bestickt oder benäht,sowie auch vorzugsweise Brokat beliebt wurden. Ebenso gab man hin-sichtlich der Strümpfe dem farbigen Seidentrieot, statt des weissen,mit eingewirkten oder gestickten Zwickeln u. s. w. den Vorzug.

Der weite faltenreiche Rückenmantel verblieb ausschliesslich derfeierlichen Repräsentation am Hofe; so mit breiter bis zum Uebermaassverlängerter Schleppe (manteau), dafür man als Träger gern reich-aufgeputzte Mohrenknaben verwendete (vergl. Fig. 363 a).

Fig. 364,

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Die Anordnung des Haars näherte sich, unter geringen rüeks 0 1gigen Abwandlungen im Einzelnen, der Gestaltung der männPerriicke noch mehr; vornämlich gegen 1690, da es durchgängig u fwurde das Haar, nur mit Beseitigung der längeren Seitenlocken,der Stirn getheilt kegelförmig hochaufzutoupiren und, falls es nichtNatur dunkel war, mit wenigen Ausnahmen dementsprechend (brau )färben (S. 1007). Inzwischen, sowie in Verbindung damit, gewa n ® ^Kopfputz an Bedeutung. Neben den Kopf- und Schleiertüc egestalteten sich, zum Theil gleich aus ihnen selber, kleine runde,Bändern und Schleifen verzierte Aufsätze, die kaum den Hinterkop ^deckten, andrerseits aber dieFontangen (S. 1014) bei nun allg ein