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III. Das Kostüm des 17. Jahrhunderts.
die rothe Färbung, während für die Schuhe selber als Stoffe, ausser ge-presstem farbigem Leder, bunte Seide, Sammt u. a., bestickt oder benäht,sowie auch vorzugsweise Brokat beliebt wurden. Ebenso gab man hin-sichtlich der Strümpfe dem farbigen Seidentrieot, statt des weissen,mit eingewirkten oder gestickten Zwickeln u. s. w. den Vorzug.
Der weite faltenreiche Rückenmantel verblieb ausschliesslich derfeierlichen Repräsentation am Hofe; so mit breiter bis zum Uebermaassverlängerter Schleppe („manteau“), dafür man als Träger gern reich-aufgeputzte Mohrenknaben verwendete (vergl. Fig. 363 a).
Fig. 364,
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Die Anordnung des Haars näherte sich, unter geringen rüeks 0 1gigen Abwandlungen im Einzelnen, der Gestaltung der männPerriicke noch mehr; vornämlich gegen 1690, da es durchgängig u fwurde das Haar, nur mit Beseitigung der längeren Seitenlocken,der Stirn getheilt kegelförmig hochaufzutoupiren und, falls es nichtNatur dunkel war, mit wenigen Ausnahmen dementsprechend (brau )färben (S. 1007). — Inzwischen, sowie in Verbindung damit, gewa n ® ^Kopfputz an Bedeutung. Neben den Kopf- und Schleiertüc egestalteten sich, zum Theil gleich aus ihnen selber, kleine runde,Bändern und Schleifen verzierte Aufsätze, die kaum den Hinterkop ^deckten, andrerseits aber die „Fontangen“ (S. 1014) bei nun allg ein