A. Tracht. Waffen u. Bewaffnung (Schutzwaff.) im Allgem. (1600—1700). 1075
in diesem Punkte im Ganzen treuer blieben. Ihre Behörden, die „Herrnvom Rathe“ an der Spitze, hielten zumeist noch bis zu Ende des Jahr-hunderts, und vereinzelt selbst länger darüber hinaus, mindestens sow eit es die zunehmende Gewalt des Zeitgeschmacks irgend gestattete,a n den altüblichen Trachten fest. 1 Noch immer bildete ihre hauptsäch-lichste Amtskleidung, abgesehen von dem Untergewande, dem Wammseu - s. w., das allerdings vorwiegend den Wandlungen der Mode folgte,ein der kurzen „Schaube“ ähnliches (vorn durchaus offnes) Oberkleid mitkurzen, oft rundlichen, auch wohl langgeschlitzten Scliulterermeln, mitPelz gefüttert und verbrämt; die breite, runde, geradabstehende Hals-krause, und der kegelförmige, abgeplattete, spanische Hut mit schmalerKrempe und meist ringsherum senkrecht regelmässig gefälteltem Ueber-z uge von Sammt ; die Gesammtausstattung durchweg schwarz. So ins-besondere die Rathsherrn, welche nicht selten noch überdies einegoldne Gnadenkette, um die Schultern gelegt, auszeichnete. Und dem-entsprechend, nur im absteigenden Grade der Fülle und Kostbarkeit, dieübrigen Beamten, abwärts bis zum Stadtvogt, Scharwächter und
Püttei.
Waffen and Bewaffnung . 2
Die Schutzbewaffnung erfuhr etwa bis zu Anfang der zwan-Z| ger Jahre keine merkliche Veränderung (S. 750 ff.). Auch war der
jj. . 1 Vgl. die oben (S. 1039) bezeichneten Trnchtenbücher; dazu „ZürcherischeJeider-Trachten u. b. w., welche allhier in LII. sauber in Kupfer gestochenenbbildungen u. s. w. vorgestellet werden. Zürich 1749.
* Neben den (S. 738 ff.) angeführten Werken sind aus der Fülle gleich-^eitiger, sogenannter Kriegs- und Exercirbücher, zugleich bildlicher Dar-q lungen wegen, als besonders beachtenswerth hervorzuheben: Jacob dee yn. Waffenhandlung von den Kören, Musquetten und Spiessen u. s. w.il tave nhagen 1608 (3 Thle. m. 117 Kpfrn.) Melzo. Regole militari etc. sopra.yerno e ser vitio della Cavalleria. In Anversa appresso Gioachimo Trog-, aes )°- 1611. (Georg Basta.) Gouuerno della Caualleria, das ist Bericht von^Führung der leichten Pferde: dabei auch was die schweren belanget, so vieljj n Gopitainen zuwissen von nöthen u. s. w. durch den Edlen und Strengene rrn Georg Basta u. s. w. In seiner Original Form vnd Italienischer Sprach11 Ü’ag geben durch Hieronimum Sittori von Maylandt u. s. w. JetzundUss haiionischer in vnsere Teutsche Muttersprach verdolmetschet, vnc( in Kupffers 6 sehnitten dur Johann Theodor de Bry. Frankfurt 1614. Adam van Breen.r 6 man ' e ment d’Armes de Nassau, avecq Rondelles, Piques, Espees et Targes;^ e presentez par figures u. s. w. Imprime Anno 1618 a la Haye en Hollanffe.Und ann ^ ao °bi von Wallhauscn Kriegs-Kunst zu Fuss, darinnen gelehret^ - S ew >csen werden I. Die Handgriffe der Mussquet vnd des Spiessen u. s. w.die 7 Ward (Derselbe) Kriegs-Kunst zuPferd, darinnen gelehret werden
undament der Cavallery in vier Theilen: Als in Lantzierer, Kührissirer,