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III. Das Kostüm des 17. Jahrhunderts.
1 Die Bedeckung des Ober- und Unterarms blieb sich bis zuihrem Verschwinden im Verlauf der fünfziger Jahre fast völlig gleich(vergl. Fig. 375 a). Fortdauernd wurden das Oberarmzeug vonder Schulter abwärts mindestens auf zwei Drittheile aus schmalenQuerschienen gebildet, die an den Achseln befindlichen „Vorderflüge“,breit ausladend, durchaus übereinstimmend behandelt, die Oeffnung derArmbiege durch Querschienchen oder (häufiger) durch Leder verdeckt)die Ellenbogenkapseln anschliessend, und ihre „Muscheln“ klein und flach.
Fig. 375.
beliebt; desgleichen das Unterarmzeug in Form einer Röhre belassen.Und ebenso blieb das Oberarmzeug, auch noch nach der Beseitig 1111 ?des Unterarmschutzes, wenigstens im Ganzen fast unverändert, ausge-nommen eben nur dass es sich seitdem, da fortan mehr den Wandlun-gen des Kleides folgend, gelegentlich nicht unbeträchtlich verkürzte[Fig. 376). — Auch die „geschobenen“ Stahl-Handschuhe unterlagenkeiner besonderen Veränderung. Doch wurden sie, ziemlich gleichzeitigmit dem Verschwinden des Unterarmzeugs, durch Handschuhe von Büffel-leder ersetzt.