A. Tracht. Waffen u. Bewaffnung (Angriffswaff.) im Allgem. ( 1600 — 1700 ). 108 5
gegen 1650) trat, als Verbesserung des „Schnapphahns“, eine abermalsneue Form des Schlosses auf. Dieselbe, von Frankreich (?) ausgehend,bestand seiner hauptsächlichen Durchbildung nach in dem noch in jüng-ster Zeit, bis zur Erfindung des „Percussionsehlosses“ (um 1800), fastausschliesslich angewandten „Batterie- oder Feuerschloss“ (engl.»Firelock“) mit Hahn, Feuerstahl, und wohlgedeckter Pfanne; statt dessonst gebräuchlichen Schwefelkies mit flaehzugeschlagenem Flintsteinversehen. Nebenher ward das „Visier“ und „Korn“ auf dem Rohreallgemeiner, zudem ersteres ebenfalls, tlieils schon durch eine Vorrich-tung zum stellen, verbessert. Wenn noch bis gegen den Schluss der
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dreissiger Jahre für die Handhabung der „ Arkebuse“ zu ihrer Ladungbis zum Schuss und Wiederladung gemeiniglich nicht weniger als neun-undachtzig verschiedene Tempos festgestellt waren, so ermöglichte dieVerwendung des „Batterieschlosses“ ein bei weitem gewandteres Exer-eitium, und die Ausführung eines vordem unbekannten, überaus wirk-*sanien Schnellfeuers. Nichtsdestoweniger währte es auch nach dessenErfindung noch geraume Zeit, bis dass es zu überwiegender Geltung ge-langte. Gewohnheit, und Sparsamkeit noch mehr, hielten davon zurück.Erst seit Ende der neunziger Jahre brach die Neuerung durch, nun abera uch gleich dergestalt, dass sich ihr alsbald sämmtliche Heere fügen