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III. Das Kostüm des 17 Jahrhunderts.
nächst einem Schwert, eine Hakenbüchse oder „ Caliver .“ — Freilich! hatte innerhalb dieser Ausrüstungen hie und da immerhin mancherWechsel, wenn auch eben nur in Einzelheiten statt, ganz abgesehen aber,dass sie sich während Enger Kriege auch wohl mehrentheils, durch Verlusteund willkührliche Erg i.zungen, selbst zu voller Unordnung verwirrten.Dahin kam es unter anderem bei den Schweden und den Brandenbur-gern, Als Friedrich Wilhelm von Brandenburg , der „grosse Kurfürst,“im Jahre 1640 die Regierung antrat, fand er das ihm von George
Fig. 3S0.
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Wilhelm Unterlassene Heer nahezu ohne regelmässige Truppen, dessenBewaffnung meist dergestalt verwahrlost, und die Kleidung zumeistderart zerlumpt, dass er sich vor allem gedrungen sah ein völlig neuesHeer zu beschaffen. Es gelang ihm dies zwar verhältnissmässig rasch,ging aber auch jetzt noch ohne eine besondere Rücksicht auf eine etw'abestimmte, gleichmässigere Abzeichnung der einzelnen Truppentheile voisich. Noch in der Schlacht bei Warschau (um 1651) waren die kui-
fürstlichen Truppen -»von den mit ihnen verbündeten Schweden im Ganzen