B. Geräth. Hausgeräth; Tafelgeschirr: Giessgefässe (1600—1700). U35
der ersten Hälfte des Jahrhunderts, befinden sich im Museum zu Berlin .Zu jeder gehört als Untersatz eine aus erhoben geschnitzten Elfenbein-platten zusammengesetzte, aussen mit Hirschhorn verkleidete Schüssel.Von diesen Kannen besteht die eine, bei einer Höhe von elf Zoll, durch-aus von Elfenbein; ringsum in erhobener Schnitzerei mit mythologischenFiguren, der Fuss theils ebenso mit einer Figurengruppe, das Uebrigemit geschnitzten Masken verziert; die andere, ein Fuss drei Zoll hoch,hauptsächlich aus Hirschhorn gefertigt, schmückt ein hochausgebogenerHenkel, einen von Hunden verfolgten Hirsch in künstlicher Verschlingung
Fig. 385.
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darstellend. Die beiden Schüsseln sind oval, je mit besonderen Jagd-bildern; die zu der kleinen Kanne ist ein Fuss sieben Zoll lang und einFuss drei Zoll breit, die zu der grösseren, bei einer Breite von einemFuss zehn Zoll, zwei Fuss vier Zoll lang.
Eine gewissermassen ganz neue Art von Giess- und Trink-geschirren brachte die Einführung des Kaffee’s und Thee’s mit sich.Solche indessen geschah erst ziemlich spät, und die Verbreitung beiderErzeugnisse überdies . mithin auch die Ausbildung dieser Geschirre, nur• sehr langsam. Der Kaffee, obschon im Orient seit Jahrhunderten inGebrauch und bereits um 1600 mehren Venetianern bekannt, auch schon