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III. Das Kostüm des 17. Jahrhunderts.
wohl rücksichtlich ihrer Gesammtfassung, als auch in der Verzierungs-weise, einem eben auch jenen Wandlungen ähnlichen Wechsel, andern-theils aber, so namentlich seit den achtziger Jahren, als nun unab-hängiger davon, selbst einer fast völligen Umwandlung (vergl. 8. 1119).Im Uebrigen verloren sie, mindestens die für Wohnräumlichkeiten be-stimmten, durchgängiger an Umfang; letztere um so mehr, als es stetigüblicher ward, sie, unter gänzlicher Beseitigung der lediglich für einenPlatz als unverrückbar beschafften schweren (Stand ) Möbel, zu beliebiger
Fig. 386.
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Versetzung, thunliehst leicht und handlich herzustellen. Ihre schmuck-volle Behandlung durch vielfältige Schnitzerei dauerte im Ganzen fort)wenngleich folgends zunehmend häufiger untermischt mit Zierrathen voneinglegter Arbeit und aufgesetzten Verzierungen, theils von farbigemGestein, Glas, Schildpad u. s. w., theils aber, hauptsächlich von Metall,meist Silber oder vergoldeter Bronze, welche letztere Art der Ausstattungvor allein in Frankreich in der Zeit von Beginn der selbständigenRegierung Ludwigs XIV. bis gegen Ende der siebenziger Jahre die um-fassendste Verwendung und glanzvollste Durchbildung erfuhr. Dagegen