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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B. Geräth. Hausger. Zimmer-Möbel: Schränke (16001700). 1141

sich, eben demzufolge, unter fort-gesetzter Verwerthung jeglichergeeigneterVerzierungsmittel,dennvor allem eine kleinkünstlerischePrachtarchitektur, meist von ei-gens wunderlicher Durchbildung. 1Auf ihrer künstlichen Holzarbeitmischten sich nun in immer bun-terer Zusammenstellung und Ver-theilung die unterschiedlichstenArbeiten (flache, halberhobeneund runde bildliche Darstellun-gen jedes erdenklichen Inhalts)in Gold, Silber, Emaillirung, El-fenbein, Schildpad, Gestein u. A.mit allerlei Dingen von farbigemGlase, wie erhoben behandeltenMedaillons, geraden oder ge-wundenen Säulen u. dergl., wozudann noch, gegen Ende des Jahr-hunderts, die Verwendung vonSpiegelplatten, nicht selten mit(hinterwärts)eingeschliflenen Dar-stellungen, und, als Einfassun-gen derselben, vergoldete Holz-arbeiten sehr beliebt'wurden.Die grossen, eigentlichen Ge-brauchs- Schränke, wiesolche immer häufiger, ausserzum Verschluss von Geräthen,zur Bergung von Kleidungs-stücken in Anwendung kamen,,bewahrten ihr Gesammtgeprägemit nur geringen Schwankungenbis in die fünfziger Jahre {Fig.387; vgl. Fig. 338), ihreHaupt-und Grundform aber selbst bisnahe an den Schluss des Jahr--hunderts. An ihnen äusserteüberhaupt vorwiegend nur im Einzelzierrath, nachder Geschmacksrichtung. So sich in ihrer Massenglie-

Vgl. F. Kugle r. Beschreibung u s. w. der Kunstkammer zu Berlin S. 239 ff.

sich ein WechselMaassgabe