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Die Pfahlbauten des Bodenseegebietes / von E.von Tröltsch
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Packwerkbauten.

(12 bis 15 cm hoch) aufgetragen und auf diese Massen ein neuerBoden aus Rundholz oder gespaltenem Eichenholz von 15 bis 24 cmDurchmesser gelegt. Diese Manipulation ist in Niederwil 6 bis 8malwiederholt worden, bis das unterste Holz endlich auflag und somitdas Ganze seinen bleibenden Halt gefunden hatte. Auf diesen Bödenfanden sich theils Spuren von Feuer und Reste der Mahlzeit, theilsaber auch Werkzeuge und andere Industrieprodukte. Die Hüttenin Niederwil waren 6 bis 8 m gross, rechtwinklig und standen

Fig. 1. Ansicht eines Theiles des Pfahlbanbodens zu Niederwil . (Nach M. A. (>. VI , Taf. I, Fig. 2.)

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ziemlich regelmässig, ca. 60 bis 80 cm von einander entfernt. DerFussboden bestand aus Reihen dicht neben einander gelegter 60 cmlanger, dünner, ungeschälter Stämme. Die zwischen denselben vor-handenen Zwischenräume wurden sorgfältig mit Lehm und Schilfverstopft. Die Wände der Hütten bildeten senkrecht gestellteBretter, die zwischen aufrecht stehenden Stangen befestigt wurden.Der Raum zwischen diesen Stangen wurde mit Flechtwerk, Stroh,Moos u. dgl. ausgefüllt und dieses auf beiden Seiten dick mit Lehmverstrichen, und zwar, w T ie Bruchstücke beweisen, auf der innerenSeite geglättet. Die Bedachung der Häuser bestand aus Lagen vonStroh, Riedgras u. dgl. Sehr interessant ist eine nach einer Photo-graphie gemachte Zeichnung von einem Theil der Packwerkbautein Niederwil '). Dieselbe zeigt wie auf dem Estrich von Thon undKies an einigen Stellen Herdplatten aus Sandstein liegen. Zweiunter sich parallele Reihen von Pfahlstumpen bilden eine ca. 2 bis

) M. A. G. VI. 255 u. Taf. I. 2.