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Die Pfahlbauten des Bodenseegebietes / von E.von Tröltsch
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34
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Landansiedlungen im Bodenseegebiete.

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LaiKlansiedlungen im Bodenseegebiete.

Gleichzeitig mit den Pfahlbauleuten hatten sich, wie schonin der Einleitung erwähnt, andere Theile der einwanderndenneolithischen Bevölkerung auf Bergen, Plateaus, sowie auchin Höhlen angesiedelt 1 )- Alle diese Ansiedler auf dem Landewaren jedoch Menschen gleichen Stammes wie die auf demWasser wohnenden, denn ihre Kulturreste stimmen völlig mitdenen der letzteren überein. Dies zeigten zum Beispiel zahl-reiche Geräthe auf den nahen Bergen des Hegaus. Auf demHohentwiel und an seinen Hängen fand man Scherben derSteinzeit' 2 ), an dessen Fuss ein grosses durchbohrtes Steinbeil :l )und ein Messer von kupferreicher Bronze' 1 ). Der Hohenkrähenergab mehrere Steinbeile, darunter eines von Nephrit, mehrereKornquetscher, ca. 100 Steinbeilfassungen und alle möglichen Pfrie-men aus Hirschhorn (Cervus elaphus), Thongefässscherben mit undohne Plenkel, glatt und verziert, W r ebergewichte und Spinnwirtel;alle diese Funde stimmen vollständig mit denen aus den Pfahlbautenüberein. Auch Reste von Bos brachyceros und Bos priinigenius,sowie ein Hängeschmuck von Ostrea callifera, stammen von da).Der Plohenhöwen ist bekannt wegen seiner Bronzefunde: Messer,Schmucknadeln u. dg]., sowie eine sehr schön erhaltene sog. Säbel-nadel, wie die vom Pfahlbau Wollishofen bei Zürich ). Fernerentdeckte man auf dem Hohenstoffeln einige Schmucknadelnu. s. w. der älteren Bronzezeit 7 ). Auch auf dem Heiligenbergefand man Gefässscherben der Steinzeit und in deren Nähe einenBrocken Kupfer 8 ), vermuthlich von einer vorgeschichtlichen Guss-stätte. Unzweifelhaft befanden sich, wie wir an einem treffendenBeispiele zeigen werden, auf diesen Bergen nicht nur die Ansied-lungen, sondern auch ein Ring von Wall und Graben, mit welchensich die dortigen Bewohner zu ihrem Schutze umgaben. Auf sol-chen Höhen brachten sie, wie z. B. heute noch ein Opferstein aufdem »Lochen« bei Balingen zeigt, auch den Göttern ihre Gaben

) VI. A. G. II. 144.

*) Im »Rosgarten« in Konstanz .

:1 ) Iin Museum für Ethnographie an der 1'niversität in Kreiburg i. B.

4 ) Im »Rosgarten« in Konstanz .

5 ) Alles im »Rosgarten« in Konstanz .

Die Bronzen befinden sich in der Fürstl. Furstenb. Sammlung in Ilonau-eschingen. Abbiklgn. von Säbelnadeln in M. A. G. XXII. Bd. I. Heft. Tal. I. 17.D Im Besitz von Hrn. Präsident v. 0\v in Stuttgart .

8 ) In der Fürstlich Fürstenbergischen Sammlung in Donaueschingen .