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Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden / von Robert Durrer
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Engelberg .

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*?Cod. 132. Chorpsalter (XIII. Jahrhundert).

Rohe Initialen, in der Form an die alte Tradition anknüpfend, in Gold, Blau,Rosa und Weiss, mit weiss aufgesetzten Lichtern und Verzierungen am Anfang derPsalmen, S. 4G b D, 55 a Q, 90 b E, m a D mit äusserst barbarischer Kreuzigungsgruppe,i24 b D. An den Versanfängen blaue und rote Majuskeln.

*fCod. 126. Loci communes ex sacra scriptura collecti (Ende des XIII.Jahrhunderts).

Gotisirende zierliche blau-rote Initialen

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(vgl. Fig. 97).

*Cod. 84. Biblia latina und *Cod. 104(S. 350 und 55 60). Fragmente einesBreviers (Ende des XIII. oder Anfangdes XIV. Jahrhunderts).

Zierliche kleine gotische Initialen in blauund rot mit Spiral- und Schnörkelwerk (vgl.Fig. 97).

*Cod. 113. Augustinerbrevier «exa-ratus anno domini mccc° primo in decol-latione s. Johannis Bapt.; hunc librurnPetrus quia scripsit, sit benedictus » (fol.481) und

Fig. 101. Prachtinitial aus Cod. 61.

*Cod. 132. Psalterium breviarii monastici (Anfang des XIV. Jahrhunderts).

Reichere, rot-blau wechselnde gotische Schnörkelinitialen.

*Cod. 6. Biblia latina (Anfang des XIV. Jahrhunderts').

Ein Meisterwerk vollendetster gotischer Kalligraphie. Die rot, blau, lila und grünwechselnde Zeichnung ist von geradezu bewundernswerter Sorgfalt und Präzision desStriches. Grosse Initialen mit kalligraphischem Randschmuck: A S. i a , 151 a , 2o6 b ,366 b , B 2Ö5 a (Taf. X), C 2i6 b , D i86 b , 240 b , 2Ö8 a , 2-jd 0 , 284b E 82% i2Ö a ,i50 b , iÖ2 a , i86 a , 264b 278 a , H 68 b , I 6 a , ioo a , 176% 2ii b , L 53b N i82 b , 0239 a , 247 11 , P 3 a . 9i a , 102 b , 139% 228, S i5i a , 264% 275h, T 202 a , U 42% ioo a ,1 75 b , 21 7 b > * 1 2 3 6a > 2 9 6a . 3 1 6 a , 3 ? 6 a , 385.

Cod. 62. Chorpsalter (ca. 1330/40) 2 ).

S. i a6 b Kalendarium mit spärlichen, feinen Randschnörkeln. Darauf folgt eineReihe ganzseitiger bunter Deckfarben-Bilder auf Goldgrund: S. 7 a Verkündigung.

verraten. Die Risse und Löcher sind miL verschiedenfarbigen Seidenfäden verwirkt, die sich zu geo-metrischen Figuren verschlingen. Auch Manuskripte des XIII. Jahrh. zeigen solche Flicke; beson-ders hübsche Beispiele bietet das oben S. 213, Anm. ] ) erwähnte Psaltermanuskript in Muri-Gries.

1 ) Der Band, der sicher nicht in Engelberg verfertigt wurde, kam jedenfalls frühe dahin, wie seineunzweifelhafte Benützung durch den Illuminator der Bände 60 u. 62 dartut. Schon in der zweiten Hälftedes 14. Jahrh. wurde auf die letzten Blätter desselben das Xalrecht eingetragen, und infolgedessen spieltdie «Bibly» eine grosse Rolle in der Rechtsgeschichte von Engelberg .

2 ) Zur Datirung dieses und des folgenden Bandes fallen neben den kostiimlichen Merkmalen (vgl.Anz. 1 . c. Fig. 116) auch die nachträglich in den Kalenderteil eingetragenen Klosterfrauen-Namen inBetracht. Die kursive Schrift dieser Eintragungen weist noch durchaus den Charakter des früherenXIV. Jahrh. auf; die Xodten scheinen zu den Pestopfern des Jahres 1348 zu gehören.