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Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden / von Robert Durrer
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262
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Flüeli-Ranft.

1614 «mit grosser Müe und Arbeit» begonnen worden sein 1 ), nach einerNotiz von J. Eichorn fällt der Beginn des Baues dagegen auf den 29. Mai

1615 2 ). Am 28. Juni 1615 bat Obwalden die sieben katholischen Orte umFenster und Wappen in des sei. Bruder Klaus Kapelle auf dem Berg zuSächseln und erneuerte das Gesuch am 2. Juli 1617 3 ). Die Regierung Obwal­ dens steuerte im Jahre 1616 100 Gl. an den Neubau. Den 16. Oktober 1618weihte sodann Joh. Jakob Mirgel, Titularbischof von Sebaste und Suffragan

Fig. 124. Kapelle Flüeli (Grundriss).

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von Konstanz die Kapelle in der Ehre des h. Karl Borromeo, den Altarin der Ehre desselben Heiligen, des S. Johann Baptista, der drei Könige undder h. Katharina 4 ). Gleichzeitig war am Fusse des Felsens ein Pfrundhauserrichtet worden, und die alte Ranftpfründe ward auf das sonnige Flüeliverlegt. Die neue Kapelle ward den beiden alten Ranftkapellen inkorporirt 5 ).

Pfarrer Zimmermann liess am 23. November 1621 die Kapellenplattformvom Konstanzer Generalvikar Joh. Anton Tritt, Bischof von Tiberias , zum

*) Stiftbrief von ca. 1620 im Gemeindearchiv Sächseln.

2 ) Küchler, Gfd. LY, 63.

3 ) Amtl. Sammlung der eidg. Abschiede, V, I, 1213 und 1290.

4 ) Gemeindearchiv Sächseln (zwei Originalausfertigungen).

5 ) Der Rat von Obwalden wollte am 9. August 1620 nicht erlauben, den alten Stiftbrief derRanftpfründe irgendwie zu verändern.