Buch 
Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
Seite
10
JPEG-Download
 

>rc> Ersten Theils / ersten Capitels/

re er ohne Tod aus dem indischen Para-dcyß/ in daß himmlische übersetzt worden. ^

Nachdem aber Adam rebellischer Weißdas Gebott GOttes übertretten/ ist derTod sein wohlverdienter Lohn worden/undhat der so hochbeleydigte GOtt ein allge-meines Gcsatz allen Menschen auferlegt/daß sie deß Tods sterben sollen.

Bey diesem dann hat es sein verbleiben/und ist unmöglich / diesem allgemeinen Gc-satz zu entrinnen / wie der HE Apostelsagt: Es ist dem Menschen ge-

setzt/ einmal zu sterben.

Wetten dann der Tod unvermeidentlich/und allen Menschen gemein ist/ auch kei-ner demselben entweichen kann / Kayser /und König so wohl/ als der Bettler ster-ben müssen; darum soll dieses Gesatz nie-mand schwär fallen; dann ab dem/ wasallen gemein ist/ soll sich niemand klagen.Dieß lehren uns auch so gar die ungläu-bige Heyden.

Seneca redet also: Es möchte mir einersagen: Du muft sterben : also erforderetes die Natur. Du must sterben: Mit die-sem bin ich in die Welt kommen / daß ichwiederum daraus gehe. Du must sterben:

Daß