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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Dritter Absatz. 17

Lft mir so bang/ bis er vollendet wer-de! Eben diese Begierd hat er auch am lei-sten Abendmahl ausgelassen / da er gesagt:

r2. Mit Verlangen hab ich verlan-get diese Öfteren mit euch zu essen Undals seine Jünger wegen seinem Abschied be-trübt wurden/ sprach er : wann ihr michliebten/ so wurdet ihr euch erfreuen /daß ich zum Vatter gehe. Mit

diesen Worten zeigte er an/ man müsse sicherfreuen/ wann die Zeit des Tods herzukommt/ durch welchen man zum VatterkoMenkann. Darnach als er im Garten dieTods - Angst ausgestanden / wie ftarckmü-thig hat er sich darein ergeben ! wie hero-isch hat er den Kelch des Leydens ange-nommen ! wie Tapffer ist er den Feindenentgegen gangen ! wie so Wunder-gedul-tig hat er den Tod ausgestanden!

Zu Betrachtung deß Tods Christi/mah-net uns der Heil. Paulus Laßtuns lauften durch die Geduld zu demAampf/ der nnsfürgelegkift/und auf-sehen auf den Urheber / und Vollenderdeß Glaubens JEsirm/ welcher / als ih-me die Freud Vorgelegt war / das Lreutzerlitte hat/mit Verachtung der Scvand.

Lwieland Luft/rc. B Spri-