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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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18 Ersten Theils / ersten Capitels /

Spricht mit Christo: Nicht mein/son-der dein Will geschehe ! Den Lelch deßheylsamen Tods/ will ich nemmen/ undden Namen deß HErrn anrüsten: DieserKelch ist zwar bitter; aber selbigen hatmein Heyland getruncken / und mir vondem Creutz zugebracht. Soll ich diesenRelch/ den mir der Vattev gegeben hat/den mir Christus zugerüstet hat/ welchermir die ewige Gesundheit verursachet/ nieerincken? Bis an Boden will ich ihne hertz-hasst austrincken! Entzwischen will ich mei-ne Augen von meinem Artzt Christo nichtabwenden: Mein Angesicht will ich steiffse-tzen in das Angesicht meines gecreutzigtmHErrcns/ in welchem ich die höchste Liebegegen mir zu lesen hab/und also will ich die-sen Kelch standhafftig / und unerschrockenauslahrcn/ welcher desto ersprießlicher seynwird / je früher/ je geschwinder mir GOttdenselbigen zuzuschicken sich würdiget.

Eben solche Tapfferkeit haben die HeiligeGOttcs nach dem Beyspihl ihres Hcy-lands gegen dem Tod erzeiget.

Die heilige Märtyrer ! wie haben sieso standhafftig alle Tormenta gelitten? Wiefreudig haben sie den Tod verachtet/ ja