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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Fünfter Absatz. 27

Fünfter Absatz.

Der Tod ist ein gewisses Präserva-tiv wieder das Fegfeur, und gutesMittel wieder die Verdammnuß.

Christen ängstigen sich sehr mitdem zukünfftigcn Fegfeur / fürch-ten darum den Tod über alle Massen/ undsuchen allerhand Mittel / demselbigen zuentrinnen.

Siehe O mein Christliche Seel! atthierzeige ich dir an / das beste Präservativ/jaein gewisses Mittel wieder das so heisse/undforchtsameFegfeuer; wer solches braucht/wird dasselbige nicht empfinden; diesesPräservativ/ oder Mittel ist nehmlich derTod; wer in diesen sich recht schicken kann/der ist in weiterer Abstraffung/ und Pei-nigung gantz sicher/ gehet auch ohne wei-tere Verhindernuß in das ewige Leben.

Es wird zwar nichts unsaubers eingehenin den Himmel / aber der Tod ist der rechteRübe!/ welcher die Seel von aller Unsau-berkeit genugsam abfeget/ und von allen

Mack-

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