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Fünfter Absatz.'
Ist es dann nicht möglich/daß ein Christaus der Noch ein Tugend mache? und denTod/den er doch nothwendig leydcn muß/frcywillig leyde? Man muß ja nicht mehrthun als sonflcn; man muß sterben/ wiesonsten; kein unterscheid ist unter dem Toddessen / der gern oder ungern / willig oderunwillig stirbt/ als allein dieser / daß jenervoll Schrecken/ JaMer/ und Angst stirbt/und zur Hollen hinunter fahret/ dieser abervoller Trost/ und innerlichen Freuden indas Himmelreich cintringet.
Die Haubt-Ursack aber / warumcnschier alle Christen ab dem Tod so übe! er-schrecken/ ist mehrencheils die Forcht nichtso fast des Fcgfeurs/ welches endlichein End nehmen wird/ als der ewigenVerdammnuß: Dahero mancher gernstürbe/ wann er vor der Hollen sicher wä-re ; weilen er aber sorget/ er möchte et-wann in das höllische Feur geworffen wer-den/ ist er vMer Schrecken/ Angst/ undZitteren/ und crtattcret/ wann er nur anden Tod gcdencket.
Allein dieses geschicht billich allen faulen/ungeschickten / und liederlichen Christen/welche nicht wissen / was der Tod ist/ und