Buch 
Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
Seite
53
JPEG-Download
 

Änderte? Absatz. 5;

Dämmen nehmlich hattet der Heil. A-postel den Tod für einen Gewinn/ weilenChristus unser Leben ist/ zu welchem wirDurch den Tod gelangen/ welcher unserLeben viel verbesseren wird.

Zn dem Tod wird das zeitliche Leben inein ewiges / das gebrechliche in ein un-verstörliches/ das elende in ein glückse-liges/ das sterblich/ in ein unsterblichesverkehret. /E». spricht Christus:Der in mich glaubt/ wird lebeu/ auchwann er schon wird gestorben seyn:Undein jeder der lebe / und an mich glaubt/wird ewiglich nicht sterben.

Lasset uns anhören/ den Heil. Chryso-stomum: Wir sollen es mit den Baurcnhalten/welche nicht erschricken/wann sie se-hen/ daß das Weitzen-Körnlein abstirbt/und verfaulet; wann es aber noch gantz /und frisch auf dem Feld ligt / so fürchten sieihnen; so bald sie aber sehen / daß es faulet/fd erfreuen sie sich/ dann das absterbendeKörnlcin ist der Anfang der zukünjstigenErnde; also sollen wir uns erfreuen/ wannunser verstörliches Hauß zu Haussen fallt/indeme auf solche Weis ein unsterblicherMensch gesaet wird

Es