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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Fünfter Absitz.

Darum sagt der Heil. Ambrosius: Wasverlangen wir dieses Leben so sehr/ in wel-chem je länger einer seyn wird / je grössereBürde der Sünden er aufladet; was istder Tod / als ein Begräbnus der Lästeren/und ein Auftrweckung der Tugenden?

Weilen dan du allhicr ohne vielfältige täg-liche läßliche Sünden nicht leben kemst/ son-dern alle Tag mit denselbigen GOtt be-leidigest/ auch jederzeit in gröster Gefahrder Tod-Sünd stehest; der Tod aber dichvon allen denen erlediget und befteyet/ sosollest billich denselbigen lieben / wünschen/und mit grosser Begierd erwarten / undmit dem Heil. Paulo ^ ,7. herylich seuf-zen : Wie bin ich ein armseeliger Mensch!

wer wird mich erledigen von demLeib des Tods?

Fünfter Absatz.

Der Tod ist die beste Büß.

hast gehört Christliche Seel! wievielen Anfechtungen / und Gefahrender Sünden/der Mensch unterworffen seye//>. Wieland Lust/ rc. E und