<6 Ersten Theils/ änderten Capitels/
und wie oft wenigistmit läßlichen Sündener sich belade. Nun ist gewiß/ daß einSünder ohne Büß nicht eingehen kann indas ewige Leben; wohin nichts unsauberesgelassen wird; und wann er schon Reu /und Leyd über seine Sünden erwecket/ undselbe durch die Beicht abgelegt hat/so bleibtihme dannoch einige Straff übrig/ welcheer mit ordentlichen Bußwercken abstat-ten muß; dahero lesen wir von so vielenHeiligen/ wie strenge Büß sie nach ihrerBekehrung verrichtet haben.
Kein krafftigeres Mittel alle Straff hin-weg zunehmen ist/ als den Tod willig/und mit bußfertiger Meinung ausstehen/dann unter allen Bußwercken ist daßstrengste der Tod / welcher eigentlich zubil-liget Abstraffung der Sund dem Menschenist auferlegt worden / von der verletztengöttlichen Gerechtigkeit.
So kann ein armer Sünder kein grössere/schwärm/ und GOrt gefälligere Büß thu-en/ als wann er sich dem Tod/welchen zuBcstraffung seiner Frevlen GOtt über ih-re verhänget hat/ willig/ und mit buß-fertigem Gemüth unterwirffet.
Der berühmte Weltweise Aristoteles
spricht: