Sechster Absatz.
von dem recht-schuldigen Zieh! in einenAbweeg verführen.
So sollen wir dann allen Fleiß und Ernstanspannen / daß wir unserem Zieh! und Endgemäß leben/ und all unter Smn und Ge-dancken/ Thun und Lassen dahin richten/daß wir GOtt dienen / loben / und lieben:Alle andere Zeit / in welcher wir dieses nichtthuen/ leben wir vergebens/ und als wieunvernünftige Thier/ nicht wie Menschen.
Was nun den Willen/ und gute Mei-nung GOTT zu dienen/ anlangt/ hastzu zwar O mein Christliche Seelsolchenvon Jugend auf gehabt/ und jederzeit ge-wünscht/ GOtt allein zu dienen/ und zugefallen.
Aber/ ach-das GOtt erbarm! wie istsolches im Werck bis Dato so schlecht ge-schehen ? wie bist du in dem Dienst l ei-nes HErm so faul / trag und hinlaßig?Wann du auch schon allen Ernst hinfürananwenden sollest/ so wirst du doch in die-sem Leben nicht darzu gelangen/ daß dudeinem HErm gebührender Massen deinSchuldigkeit ablegest.
So lang wir in dieser Welt seynd / ver-unreinigen unsere Werck tausenderley Un-E 4 voll-