7<2 Ersten Theils/änderten Capitels/
sonderbarer Liebe gelitten / uns zu erlösen /allein zudiesem Zihl und End/ daß wir ih-ine/ als unserem höchsten HErru/ undGOtt sslten dienen / ihm loben / und lieben.
Und dieses ist die gröstc Würde des Men-schen / daß er allein zur Bedienung deßhimmlischen Monarchens gewidmet ist/und kein anderes Zihl und End hat/ alsGOtt selbstcn/ ausser welchem er keine Ru-he finden mag / wie der Heil. Augustmussagt: Du hast uns für deine hohe Persongemachet/ O GOtt! und unser Hertz kannnirgends ruhen/ als in dir.
Wan gleichwohl der Mensch mit allen zeit-liche Güteren/ und Ergötzlichkcite überhäuf-fct wäre/ so wurde er doch keinen rechte Frie-den / und Ruhe finden/ als in dem Zihlund End / zu welchem er erschaffen worden.
Alle andere Ding werden dem Menschennur vergebliche Sorg und Widerwillen ver-ursachen : All seine Mühe und Arbeit/alleStund und Augenblick/ so er zu etwas an-ders anwendet/ gehen verlohreN/ weilener durch sie nicht auf den rechten und end-lichen Zweck abgezihlct: Alle Schritt undTritt / die nicht dieses Absehen haben / seyndlauter Miß-und Fähltritt/ weilen sie ihm
von