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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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7<2 Ersten Theils/änderten Capitels/

sonderbarer Liebe gelitten / uns zu erlösen /allein zudiesem Zihl und End/ daß wir ih-ine/ als unserem höchsten HErru/ undGOtt sslten dienen / ihm loben / und lieben.

Und dieses ist die gröstc Würde des Men-schen / daß er allein zur Bedienung deßhimmlischen Monarchens gewidmet ist/und kein anderes Zihl und End hat/ alsGOtt selbstcn/ ausser welchem er keine Ru-he finden mag / wie der Heil. Augustmussagt: Du hast uns für deine hohe Persongemachet/ O GOtt! und unser Hertz kannnirgends ruhen/ als in dir.

Wan gleichwohl der Mensch mit allen zeit-liche Güteren/ und Ergötzlichkcite überhäuf-fct wäre/ so wurde er doch keinen rechte Frie-den / und Ruhe finden/ als in dem Zihlund End / zu welchem er erschaffen worden.

Alle andere Ding werden dem Menschennur vergebliche Sorg und Widerwillen ver-ursachen : All seine Mühe und Arbeit/alleStund und Augenblick/ so er zu etwas an-ders anwendet/ gehen verlohreN/ weilener durch sie nicht auf den rechten und end-lichen Zweck abgezihlct: Alle Schritt undTritt / die nicht dieses Absehen haben / seyndlauter Miß-und Fähltritt/ weilen sie ihm

von