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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Siedender Absatz.

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^ Ä

Siebender Absatz.

Der Tod ist die beste GelegenheitGOtt zu huldigen.

Leben des Menschen kommt vonGOtt her / welcher daffelbige demMenschen als ein Lehen übergeben hat.

Dieses ist allezeit in seiner Hand / undGewalt/ er kan uns auffänden nach feinemBelieben; wann er uns das Leben hinweg-nihmt/ nihmt er nur das Seinige/und ha-ben wir darzu gar nichts zu sprechen.

Wann nun der Tod anklopffet/ so heißtes: Du must dein Lehen GOtt wiederumeinlieffcren/ er begehret es/ er befihler es/du must sterben/ also will es GOtt haben;jezt/ in dieser Stund/ an diesem Ort / aufdiese Weis must du das Leben lassen/ duwollest oder nicht/ es scye dir lieb/ oderleyd : Fürchte den Tod/ so viel du willst/wehre dlch/ so starck du kaust/ kümmere/und ängstige du dich/ biß du von Sinnenkommest/ es muß doch gestorben seyn.