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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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12,0 Ersten Theils/ dritten Capitels /

Vttchc allein aber daß: sonder wir rüh-men uns auch in GDtt/ durch unsernHErrn JEsnm Christum / dm cd weichenwir nun die Versöhnung empfangen ha-ken. - s.

Srchtst du! rvormnen du dich rühmen/und ocm Verträum setzen sollest/ nemlich:in Christum/ der dich geliebt hat^ da duFeind wärest/ und ihne geflohen hast; wievielmehr dann wird er dich lieben / da dujetzt seiner verlangest/ zu ihme fliehest / al-le Hoffnung auf thue sitzest/ und ihne de-müthig um Gnad bittest?

So sollest dann GOttfür denjenigen hal-ten/ der er ist/ nemlich: dein Liebhaber/Helfer/und Sccligmacher ln allen Nöthen/sonderlich in der lezten Noth / da es ernst/und um die Ewigkeit zu thun ist. Sprichtheldenmüthig mit demH. Apostel Paulo:

r Wer wird uns absonderen von derLiebe Christi? Ich bin verg'wißr/ daßweder der Tod / noch Leben/ weder En-gel noch Fürstenthum/ weder gegenwär-tiges/ noch zubünstriges/ weder hoch/noch niederes / weder einige Lreatur unswird bönen absonderen / von der Liebe /die da ist in Christo IEsu unserm HErrn.