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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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144 Änderten Theils / ersten Capitels /

Disem ist derTod einEnd deß Streitens/ein Cron der Verdiensten/ ein Anfang derewigen Glückseligkeit. An dern lezren Endund Sterbstündlein wird GOtt eine getreueSee! mit -seiner eigenen Gegenwart wiederalle Feind treulich schützen/mit seinem Trostliebreich erfüllen/ und mit seiner Gnad starckbevestigen: Er wird ihre Schmertzen mitder Gedultlinderen/und alleForcht undAngst verjagen: Er wird seinen Englcn be-fehlen / daß sie selbige im Frieden aufnem-men/ und in das Paradeyß begleiten sollen.

Sobald nun die Seel vom Leib wird ab-scheiden/ werden die HH. Engel selbigeempfangen/ und mit grossem Jubel undFrolocken in das himmlische Vatterlandeinführen : Alldort wird sie GOtt selbstauf daß freundlichste bewillkommen/ undals ein treue Dienerin belohnen / als ein lie-bes Kind zum Erben aller seiner Güter ein-setzen/ und als ein liebste Braut mit demKleid derGlory anlegen / und ausziehrcn;alsdann wird der HErr alle Zäher von ih-ren Augen abwischen. Ol was für eingrosse Freud! was für ein süsser Trost !was für ein erwünschliche Glückseligkeit istder Tod der Gerechten? Was Gutes der-selbe

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