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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Dritter Absirtz. 145

selbe mit sich bringe / siehe oben in dem er-sten Theil. Act) ! daß mein Geel sterbenmochte deß Tods der Gerechten!

Darum/ O mein Christliche Seeü sol-lest dir nichts mehrers lassen angelegen seyn/als daß du einen glückseligen Tod erlan-gen mögest : Die Kunst/ wohl/ gottsee-lig und heilig zu sterben/sollest du mit allemErnst erlehrncn: dieser sollest du Tag undNacht nachsinnen; wann du diese ergreiffenwirst/so bist du geschickt genug / ja geschick-ter als alle Weltweisen/ geschickter als al-le Doctoren auf allen hohen Schulen / ge-schickter als alle Welt - Regenten / und klu-geste Sp tzköpff der ganyen Welt; dannohne diese Kunst werden alle diese ewig zuGrund gehen; du aber wirst mit derselbi-gen bekommen/ GOtt/ den Himmel/und die ewige Freud und Seeltgkeit.

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Dritter Absatz.

Eine Christliche Geel solle betrachtenden unglückseligen Tod der Gottlosen.

böses Ding ist der Tod der Gnn-dern. 1/. Die ungerechte Döl-L />. wieland Lust / rc. K cker