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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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146 Änderten Theils / ersten Capitels/

cker werden ein grausames End ha-ben. Darum sollen ihnen billich

fürchten alle Ungerechte/ Ungläubige/Ke-tzer/ Gottlose/ und welche in dieser Weltgut Leben haben; dann diese haben keinenTheil an GOtt/ an dem Himmel/ undewigen Leben / sondern sie werden mitdem reichen Mann in den Abgrund derHollen gestürtzt / und in dem höllischenFeur-Ofen immer und ewig gepcyntgetwerden.

Wann es nun zum leisten End kommet/ ,wird der Ungerechte an Leib und See! er-schrecklich geangstiget werden/die Schmer-len werden den Leib grausam anfallen/ unddie Raach GOttes wird sich über ihn gantz-lich ausgtessen: Da muß der arme Tropffgahling aus dieser Welt abziehe / alles Haabund Gut / alle Ehrenstellen / und Wollü-sten / alle Vekandte und Verwandte / jaalles was ihme lieb ist / verlassen / und al-lein die gefährliche Straß der Ewigkeit an-tretten. n^/7 G Tod ! wie bitter ist-ein Gedächrnuß dem Menschen/ der gu-te Täg/ und genug hak/und ohne Sorglebet/ und dem es glücklich gehet in al-len seinen Sachen ? Die Sttl wird mit

Schre-