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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Gechseee Absatz.

nige vor ihrem leisten End: damit sie indem letsten Kampf von keiner Versuchungübergwältiget werde: damit sie endlichDurch den Tod von allem zeitlichen/ undewigen Uebel erlöset werde.

Zum anderen / so oft ein gottseelige Seclden Englischen Gruß spricht/ solle ihreMeynung seyn/ daß sie begehre durch dieMenschwerdung Christi seclig zu werden/und daß die allerheiligste Mutter GOttesfür sie bitten wolle in der Stund ihres Ab-sterbend Dahin kann gemcynt werdendas zum Mittag Leuten/ zum EnglischenGruß Morgens/ und Abends.

Drittens/ soll auch sie jährlich ihr Stund-gebett fleißig verrichten für die Sterbende/damit auch für sie tn ihrem Sterbstündleindas Gebctt verrichtet/ und von GOTTgnädiglich erhört werde.

Vicrdtens solle ein Christliche See! umein seeliges Sterbstündlein zu erhalten jeneGebetter/ sowohl zu der secligsten MutterGOttes / als auch zu dem Heil. Schutz-Engel/ und HH. Patronen / welche imSt. Gallischen/ und anderen Bcttbüche-ren zu finden seynd / öfters betten.

Fünftens/ solle ein Christliche Seel alleL z Stund