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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Siebender Absatz. 17/

mich/ und über alles/ und begehre dich zulieben aus gantzem Hertzen/ aus gantzemGemüth / und aus allen meinen Kräften;ich begehre dich zu lieben mit der höchstenLiebe / es seye auch zu thun/ zu lassen/oder zu leyden/ was es wolle/ aus Lie-be gegen dir begehre ich zu leben und zusterben/ wie/ wo/ und wann du wüst/dein und nicht mein Will geschehe an mirindem Leben/ und im Tod/ hier zeitlichund dort ewig. O mein allerliebster Nat-ter! entzünde und bestättige mich also in dei-ner Liebe / das weder Leben noch Tod /weder Engel noch Fücstenthümer/ wedergegenwärtiges noch zukünfftiges / weder ho-hes noch niederes/noch einige Creatur michkönne absönderen von deiner Liebe/die da istin Christo IEsu unserem HCrm/ Amen.

Vollkommene Reu, und Leyd.

Mein HErr und mein GOtt! meinallerliebster Natter! ich erWne undbekenne/ daß ich ein grosser arnMlenderSünder bin/ und daß ich mit unzählbarenHinlässigkeiten / Versaumnussen /Andanck/Sund und Lästeren dein göttliche Majestät

F./'.wielandLust/rc. M vtte