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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Siebender Absatz. r8i

Gute Meymmg zu sterben.

§8 Mein HErr / und mein GOtt! indeinem Gewalt stehet mein Leben/und mein Tod: Dein bin ich / ich scyeauchwie ich wolle: Dir gehöre ich zu / ich lebe/oder sterbe: Und weilen ich ewiglich dein zuseyn verlange / so soll nicht mein/sonder deinWill geschehen an mir auf das vollkommne-ste in dem Leben/ und im Tod / in der Zeit/und in der Ewigkeit: Nichts anders willich/ nichts anders wünsche ich / wann duschon alles Uebel/ alle Schmertzen auch dengrausammesten Tod über mich verhcngenwirst : Nichts anders begehre ich / darzuzu sagen/ als: Gerecht bist du O HErr /und gerecht ist dein Urtheil/ dein Will ge-schehe/ wie im Himmel / also auch auf Er-den! O wie ein gütigen HErrn habe ich rdeme ich mich so sicher vertrauen/ in des-sen Vorsichtigkeit ich all meine Sorg sosüssiglich übergebm kann.

Dcrohalbcn/ O mein gütigster Vatternihme ich gern/ willig/ und mit Freudenvon deiner Hand an/ die mir verordneteKranckhcit/ Schmertzen und Tod/als eingewisses Kennzeichen deiner Liebe; ich willM ; gern