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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Siebender Absatz. 18z

Giebendens/ damit ich mein kindlichesVertrauen gegen dem himmlischen Vattererzeige / mit welchem ich nach diesem Lebenvon seiner Güte durch IEsum Christummeinen Hcyland / und Seelkgmacher dieewige Glückseligkeit zu erlangen verhoffe.

Achtens/ damit ich meine Liebt gegenmeinem allerliebsten HErrn/ und GOtt er-weise/ und gantz heldenmüthig dem jeni-gen zu Lieb sterbe/ der mir zu Lieb gestor-ben ist / damit ich auch meinen allerliebstenVatter nicht mehr belcydige/und undanck-bar scye/sondern ihme vollkomentlich ohneVerhindernuß mit allen Außcrwählten die-ne/ ihne loben/ ehren / preysen/ und samtallen seinen Gütercn genicsstn möge. Diesesist mein Will/ und mein letster Will/ inwelchem ich zu leben/ und zu sterben begeh-re/ und diesen meinen Willen vereinige ichmit dem letsten Willen deines allerliebstenSohns IEsu Christi/ wie er selben in sei-nem letsten Tods-Kampff an dem Oelbcrgerkläret/und in deinen allerheiligsten Willenhat übergeben: Ich vereinige auch alle übermich verordnete Schmertzcn/ Aengsten/Verlassenheiten/ mit dem Tod desselbigenunsers lieben HErrn IEsu Christi: UndM 4 letst-