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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Neundrer Absatz. 197

trauen/ all dem Hoffnung/ Trost/ undZuversicht auf ihne allein vest setzen/ auchmallen Nöthen zu ihme lausten/ und dichgantz verträulich in seine Schoos/und Armbwersten; so wirst du gewiß sicher seyn / undwird dich aller höllischer Gewalt thme nichtauß den Händen reisten; und je mehr Ver-trauen du zu deinem liebsten Vatter erzei-gen wirst/ je lieber wirst du ihme seyn :Nichts gewinnet GOtt das Hertz also ab/als wie ein aufrichtige Verdaulichkeit sei-nes Kinds; hingegen ist GOtt über allemaasscn zu wider alle Mißtraulichkeit: jemehr er solche an dir spühret/ je mehr duihme verleydest.

Sey du ein rechtes Kind / so wird GOttgewiß ein rechter Vatter an dir seyn; daßdu aber ein rechtes Kind seyest/ ist mehrnicht vonnöthen/ als daß du an deinen him-lischcn Vatter glaubest/ auf ihne vertrau-lich hoffest / und ihne herylich liebest: Diesesthue; das übrige lasse alles ihme über: IE-sus wird deine Sünden hinweeg nehmen /und abzahlen: IEsus wird seine Verdienst/und Heiligkeit dir schencken: IEsus wirddem Hcylanö seyn / und dich ewig sceligmachen,

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