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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Dritter Absatz. 21z

für die Ehr der göttlichen Gerechtigkeit zuleiden mit ruhigem / und freywilligem Ge-müth wird antragen / dieser wird weder dieHüll / noch das Fegftur empfinden/ wanner schon aller Welt Sünden begangen hätte.

z. Gleichwie gezwungen/ und unwil-lig sterben keine Tugend ist; also ist es einMerck eines grossen Verdiensts / sterbenwegen der Liebe GQttes/ wie es erschei-net in den HH. Martycen/ welche sichfreywillig in den Tod gegeben habenmit höchstem Wohlgefallen Gottes: DemBeyspihl dieser Heiligen kann der Krankeum etwas nachfolgen/ wann er sich Hertz-lich ergibt in den göttlichen Willen / undfreywillig die Hofnung deß langen Lebenshinweg wirffet / damit er sich mit bereit-willigem Hertzen zu dem T^d aufopfere.Welches / wann er es thun wird / verrichttct er ein so heldenmüthiges/ und fürtref-liches Merck / daß dessen Kraft kaum kannausgesprochen werden.

Ein jeder Christ sollte sich befleißen/daßer etwelcher Massen den HH. Martyrckähnlich stürbe: Dann wie diese um Chrstkwillen umgebracht worden; also ssollte erverlangen/ aus Liebe Christi zu sterben/Oz und