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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Nemidcer Abßrtz. 24 k

such bereit allen Schimpff/ und Schaden/so ich ihnen an Ehr und Gut zugefügt?zuerstatten. Und allen/ die mich jcmahl aufeinige Weis beleydiget haben / verzeyhc ichvon Grund meines Hertzens/ gleich w'ieChristus am Crcutz seinen Feinden verzie-hen hat: Und um deiner Liebe willen schen-ke ich ihnen auch alle Raach/ die ich an ih-nen hatte suchen können; also daß ich michvon dieser Stund an bis in Ewigkeit we-der mit Worten/ noch mit Wercken an ih-nen begehre zu rächen.

9. Ich bekenne und erkenne/daß ich durchmeine gute Werck allein nicht katt stetig wer-den ; darum verlasse ich mich gar nicht aufdieselbige/ sondern ich verlasse und vertrö-ste mich gäntzlich aufdeine grundlose Barm-hertzigkeit/ und aufdas bitterste LeydenundSterben IEfu Christi/ undaufdieFürbittund Verdienst aller Heiligen; ich habe auchein solche starcke Hofnung und Zuversichtauf dieselbe / daß ich nicht kann glauben/daßdu mich verflossen könnest. Ja wann ichschon tausendmal mehr gesündiget hätte/als ich gethan habe/ so wolte ich doch imgeringsten an deiner Barmhcrylgkeit nichtMisten: Dann ich weis/ daß dasselbe un-

K. wieland Luft/rc. U end-