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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Neuridter Absatz.

Grund meines Hertzens/ allein darum/weil du ein so liebreicher/ anmüthiger/fteundlichcr/ gütiger/ und barmhertzigcrGOtt bist; und ich begehre dich zu liebenin alle Ewigkeit/ wann ich schon wüßte/daß ich dm geringsten Lohn und Danckvon dir nicht zu hoffen hätte: und wollte/daß ich dich tausendmal mehr liebte / als ichthue. Ja ich wollte/ daß ich alle die Liebehatte/ welche in allen erschaffenen Hertzcnjemal ist gewesen. Und weilen ich dich nichtgenug lieben kann/ darum bitte ich/ duwollest dich selbst für mich lieben/ wie dugeliebct zu werden würdig bist.

12. Letstlich bezeuge ich hiemit/ daß ichbegehre zu sterben / wie ein frommer Ca-tholischer Christ / und begehre die hochhei-ligiste Sacramenten der Beicht/ Commu-nion und lctsten Oelung mit solcher An-dacht zu empfangen / als sie von einemMenschen können empfangenwerden. Undwann ich villeicht m meinem Tod sollte al-len Verstand vcr!ieren/unddieHeil.Sacra-mcnten nicht könnte begehren/so will ich hte-mit vonHcrtzen gebetten haben/ daß manmir dieselbige reichen wolle. Begehr/ auch/und wünsche von Hertzen/ daA-O allerQ 2 , heilt-