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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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lichen Majestät könne präsentieret / und vor-gelegt werden. Inzwischen bitte ich demü-thiglich/ du wollest mit mir deinem armenund geringen Diener schalten und walten/nach deinem allerheiligsten Wohlgefallen/und mich leben/ und sterben lassen/ wiees deiner göttlichen Majestät lieb/ ange-nehm/ und wohlgefällig ist/ damit in derZeit und in der Ewigkeit mit mir geschehe/was daß beste und tauglichiste ist. 1. Zudeinem grösseren Lob und Ehr. 2. Zurschuldigsten Danksagung um so viel unzähl-bare Gutthaten, z. Zur vollkommnistenGenugthuung/ und Äbbüssung aller mei-ner Sünden. Und 4. Zur Erzcigung mei-ner kindlichen Liebe gegen dir meinem aller-liebsten Vatter/ es seye jczt/ was es wol-le/ säur oder süß/ Glück oder Unglück /Gesund-oder Kranckheik/ Freud oder Leyd /Leben oder Tod / Himmel oder Höü/ undwas zu diesem End führet/ schaffe und ord-ne an mir; was aber selbiges verhinderet/wende ab von mir/damit ich in deiner Handseye/ wie ein Ball in dcrHand des Spiel-lenden ; oder der Laim in dem Gewalt, deßHaffncrs/ und du mein allerliebster Vat-ter r einMschierr aus mir machest nach dci-' nem