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Die Lehre der katholischen Religion : oder der erklärte Katechismus
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Mangelt eine oder die andere dieser Ve-Singuiffe, so ist das Schwören ailrmal einsSünde; doch einmal größer, denn das andermal.

Wozu sich jemand durch einen Eid verbun-den, das muß er erfüllen; es wäre denn dieSache an und für sich selber bös. Haltet mansein Versprechen nicht, so begeht man eine schwereSünde, und wird imineydig, weil man Ejottzum falschen Zeugen und Lügner machet.

Das GelübL verbind!, wie der Eid, zurgenauen Erfüllung der Verheißung, die mauGott, um etwas Gutes zu thun, gemacht hat.Handelt man dawider, so begebt man tu großenSachen ebenfalls eins große Sünde.

Man schwöre daher niemal ohne äussersteNoth, ohne genügsame Ueberiequng und mangelobe nichts in der ersten Hitzeder Andacht, ohneRath eines erfahrnen Beichtvaters und ohne ge»naue Kenntniß seiner selbst, i)

in. Du sollst den Sonn-und Feiertag

heiligen, ir)

In diesem dritten Gebothe wir- erstlichgebothen: Am Sonntage dem öffentlichen

Gor.

H Dezahle, was du gelobet hast. ES ist viel bessernichts geloben; als geloben, und darnach nicht bezah«len, was verbejffen ist Pred V. q.

«) Gedenke, daß du den Sabbath heiligest. Tx XX. 5.Sabbath heißt Fryer oder Ruhetag, und ist der Sam-stag, den Gott in diesem Gebothe zu heiligen befohlen.Wir Christen ftyren den Sonntag statt des GamstaaeS,nach einer uralten Ueberlieferung von den ersten Zeltendes Christenthums. Die Apostel machten schon dieseVeränderung, weil Christus an einem Sonntage vonden Lobten erstanden, und an eiuem Sonntage denHeiligen Geist gesandt hab.