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Gottesdienste, key<nw"ßnen, und sich mit gu-ten Werken zu beschäftigen.
Es wird zweykms verbothen knechtlicheArbeit zu verrichtn, oder Werke zu thu»/Welche diesen Tag entweder entheiligen, oderzu heiligen verhindern.
Der öffentliche Gottesdienst besteht indem heiligen Meßopfer, in der Predigt undChristenlehre. Die Vernachlässigung des erstenohne Noth. und wichtige Ursache ist eine schwere;die Derabsäumung der leztern nach den Umstän-den eine grössere oder kleinere Sünde.
Unter den guten Werken versteht Man jeneHandlungen, wodurch Gott gehret, wir ge»heiliget, und der Nächste erbauet wird.
Was knechtliche Arbeit ist, die am Sonn-taae verbothen, das ist genugsam bekannt l)Indessen können Ursachen zuweilen vorkommen,die die Arbeit erlaubt machen. Man soll aberallemal diese Ursachen einer geistlichen Obrig-keit vortragen, die entscheiden muß, ob siewichtig genug sind.
Werke, die zu keiner andern Zeit erlaubtsind, als Fressen, Sausen, ungebührlich Tan-zen, und andere Leichtfertigkeiten, sind am Sonn-tage, der dadurch entheiliget wird, noch vielmehr verbothen.
Es thun auch jene diesem Gebothe nicht
*) was mehrere hievon sieb oben in der Abhandlung vonden zwey ersten Gebothen der Kirche,k) Am siebenden Lage ist der Sabbath des Herrn deinesGottes; an demselben sollst du kein Werk thun, »ochdu, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch deinKnecht, noch »eine Magd, noch -ei» Bieh. Exrd.
9, Iv.