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reichtet zwar giltig; er muß aber diese Sündedurch eine neue Beichte anzeigen, und sich davonlossprechen lassen noch vor der heiligen Kom-munion.
Vergißt man eine läßliche Sünde, so mußman Gott um Verzeihung bitten, ohne aufsneue zu beichten.
Die Beichte ist demüthig, wenn derSünder mit wahrer Reue, und Beschämungseiner selbst sich vor dem Beichtvater anklaget«nd sich dessen Aussprache so unterwirft, wiesich ein Schuldiger dem Ausspruche seines Rtch.ters unterwerfen soll.
Die Beicht ist aufrichtig, wenn mandie Sunden weder vergrößert, noch verkleinert,sondern also in der Beichte anzeiget, wie mauselbe zu sey» erkennet, oder vor dem AngesichtsGottes zu seyn vermeinet.
Die Beicht ist bescheiden, wenn mansich hütet, damit man sich bey dem Beichtennoch wider die Ehrbarkeit in Worten, nochWider die Liebe des Nächsten verfehle.
Die Beicht ist endlich heimlich, wennman darauf Acht hat, daß von derselben nie-mand etwas, als nur -er Priester verstehe.
Man soll ßch nicht schämen noch fürchtenseine Sünden zu beichten: theils weil man sichnicht geschämet hat, vor Gott, der alles sieht,zu sündigen; theils weil es besser ist seine Sün-den in geheim seinem Beichtvater zu bekennen,als in Süuden unruhig zu leben, unglückseligzu sterbe», und am jüngste« Tage deßwegen vorder gangen Welt zu Schanden zu werden.
Man