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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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kehrte heilige Bischof scheint noch mekrzu sagen: Nichts ist schön, alswas rein ist, sind seine Worte;und nur die Keuschheit ist dieReinigkeit der Menschen. Ja,die Keuschheit allein ist es, welcherman ohne Widerrede, und durch denallgemeinen Ausspruch den schönen Eh-renname der Reinigkeit beyleget, der-gestalten, daß Keuschheit und Reinig-keit zwar verschiedene Worte, in ihrerBedeutung aber nur eine, und die näm-liche Lugend heißen.

Und dieses zwar nicht nur in einemsittlichen, sondern auch in dem natürli-chen» eigentlichen Verstände; denn,da die Schrift sagt: O daß die Un-zucht allein eine Sünde selbst, wider sei-nen eigenen Leib sey; da doch alle an-dere Sünde außer dem Leibe ist:und wiederum: (**) daß der Unkeuschedurch dieses garstige Laster auch die_ schön-

(rft) Omne pcccarum, quoclcunquc fcccrit

mo, cxrrs cnrpu;; c^ii Lucem fornicz-rur, in corpus luum pcccsc. I. 6. 18,("*) S.