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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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rum der schönsten Einfalt ganz nahekömmt.

Wer wird so eine Jugend, die mitdiesen Annehmlichkeiten erscheint, nichtlieben können ? wenn schon nur diese keu-sche Einqezogenheit allein auch die ein-zige Tugend des jungen Alters wäre;weil ja auch dieselbe allein über alles üb-rige einen so anmuthvollen Reih aus-streuet, der von allen rechtschaffenenHerzen mit einer süßen Gewalt sich denBeyfall erzwingt.

So eine äußerliche Sittsamkeit wareinstens schon erklecklich, daß die Hey-den, da sie den heiligen Märtyrer Lu-cianus auch nur ansahen, sich bekehr-ten ; und selbst der Tyrann Mavimi-nns weigerte sich den Lucianos zusehen, weil er besorgte, die heiligen Ge-lberden eines so sittsamen Mannes möch-ten bey ihm, auch wider seinen Willenttne Liebe und Hochachtung gegen dasChristenthum rege machen. Nun, wieviel mehr wird eben diese Tugend diesesvermögen, wenn sie auch über das mit

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