4O8 Der zwölfte Theil,
gen du dann das folgende Gebeth zum öftern, aufswenigst aber an allen Sonntagen in der Fasten spre-chen sollest:
Warmherziger gütiger G-Ott! ich sage dir^ herzlichen Dank, daß du mich diese heili-ge Fasten-Zeit hast lassen erleben, und vielegute Gelegenheiten gegeben, dir zu dienen, undfür meine Sünden Büß zu wirken. Weil dumir dann aus Gnaden die Zeit und Gelegen-heit hast gegeben: ey, so lege diese Gnadenoch zu der vorigen, daß du mir auch denGeist der Bußfertigkeit eingießest, und meinemWillen einen wahren Haß der Sünden verlei-hest. Dieses ist die angenehme Zeit, und dießseynd die Tage des Heils, in welchen wir dei-nen gerechten Zorn versöhnen, und deineBarm-herzigkeit erwerben können.
Diese angenehme Zeit, und diese Tage desHeils empfange ich mit beyden Armen: und er-freue mich, o GOLt! daß du mir sie aus Gna-den bescheret hast. Diese vierzigtägigs Fa-sten begehre ich zu halten, ja halte sie wirklich,nicht aus Zwang oder Noth, sondern aus frey-em Willen und fröhlichem Herzen, zur Ehreund Gedächtniß der vierzigtägigen Fasten dei-nes Sohns, und zu einer Vergeltung allerBußwerke, so er für mich und alle Sünderverrichtet hat. Ich vereinige auch diese meineFasten mit der Fasten deines Sohns und al-ler Heiligen : und begehre sie mit solcher Mey-nung , mit solcher Andacht, und zu solchem
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