In der heiligen Fasten, Zeit. 409
End zu verrichten, mit welcher Meynung, An-dacht, und End mein süßer JEsus, und alleliebe Auserwählten ihre Fasten und Bußwerkverrichtet haben. In dieser gnadenreichen Zeitbegehre ich alle meine begangenen Sünden ab-zubüßen, wie auch die gemachten Schulden zubezahlen, und die verübten Nachlaßigkeiten ein-zubringen. Ich bereue deßwegen alle meinesündigen Gedanken, Wort, und Werke: Ichverdamme alle dir zugefügte Schmachen, undUnbilden: und ich verschwöre alle sündlicheLüsten zu allem Bösen. Wollte GOtt! daßich solches Abscheuen wider alle Sünden hatte,gleichwie du selbsten dawider hast : und daßich dieselbe so kraftiglich könnte bereuen, gleich-wie alle büßende Sünder ihre eigene Sündenbereuet haben.
Zur Bezeugung meiner ernstlichen Reue sen-de ich zu dir aus dem Grund meines Herzensdiesen schmerzlichen und reumüthigen Seufzer,und durch denselben bezeuge ich vor Himmelund Erde, daß mir alle meine begangenenSünden wahrhaftiglich leid seynd. Ich klagemich vor der allerheiligsten Dreyfaltigkeit an,daß ich mehrere und schwerere Sünden began-gen habe, als ich erkennen kann: und daß ichdir größere Schmachen zugefügt habe, als ichall mein Lebtag abtragen kann. D mein G-Ottund mein HErr! wie habe ich durch das gan-ze Jahr meine Zeit so übel zugebracht! wie ha-be ich so viele Gelegenheiten Gutes zu thun,
Bbz so