In der Wallfahrts - Kirchen. 465
Wenn du etwas aufgeopfert hast, so sprich:
-us treuherziger Wohlmeynung, 0 höch-ster GQtt! habe ich dir jezt diesen Pfen-ning (diese Kerzen) (diese geringe Gab) auf-geopfert , und gleich als ein gutherziges Al-mosen in deine heilige Händ gegeben. Ach meinG^)tt! mmm es doch gnädig an, und achtemehr die Meynung des Gebenden, als dieSchlechtigkeit der Gab. Dann, wenn ichMittel hatte, so wollte ich dir herzlich gern tau-send Thaler opfern, ja mein eigenes Herz zudeinem Dienst darreichen. Dein heiliger En-gel wolle dieses mein Dpfer irr den Himmeltragen, und es vor deine göttliche Füß demü-thigist niederlegen.
Zu der Mutter GQttes in ihrer
Wallfahrts-Kirche.
du wunderthatige Gebährerinn G-Ot-tes, heilige Jungfrau Maria! zu diesemdeinem heiligen Tempel bin ich mit Andacht ge-wallfahrtet, damit ich dir allhier meine Nothklagen, und all mein Elend offenbaren möchte.Darum rufe ich dich allhier von Herzen an,und brauche solche Vertraulichkeit zu dir, alseinem Kind zuKiner Mutter zu gebrauchen,erlaubet ist. Wegen Vielheit meiner Sündenbin ich zwar deiner Gnaden nicht würdig: duaber, 0 mildeste Jungfrau! bist wohl würdig,daß ich dich anrufe, und von dir Hilf begehre.
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